Schiebocker in Neueibau und Lommatzsch
Man könnte annehmen zwei Auswärtsspiele ergeben auch zwei Auswärtsspiel- Berichte.
Da habt ihr die Rechnung aber ohne den Claus gemacht, denn dieser ist einfach mal
zu faul dafür und da zwischen beiden Spielen nur zwei Tage lagen, gibt es dieses mal
die kompakte Version.
Mittwoch Abend ging es nach Neueibau, ins Land der hundert Hügel. Mit dabei ein
Ehrengast, den man schon lange nicht mehr im Kreis der Bischofswerda Fans begrüßen durfte,
weswegen die Freude geradezu ins unermessliche stieg und das nicht nur weil er sein
Auto zur Verfügung stellte. Gemeint ist der Roman- Danke für deinen Einsatz.
Nach einer etwas nervigen Anfahrt erblickte man den idyllischsten Sportplatz der Republik,
der alles zu bieten hat, was das Herz begehrt.
Schafe gab es da, Esel auch und eine Aussicht bis Zagreb. Man sah auf einen Hügel, auf dem
ein einsamer, majestätisch anmutender Baum stand- der Ort an dem der Regenbogen endet.
Ebenfalls gut als Postkartenmotiv macht sich die Sommerresidenz des Rübezahl, seines
Zeichens Berggeist des Riesengebirges.
Handgezählte 162 Zuschauer- plusminus 4- gaben den Rahmen zum Spiel, wovon die knappe
Hälfte zum BFV Anhang gezählt werden konnte.
Auf diese „Invasion“ hatte sich die heimische Wirtschaft gut vorbereitet.
Sie entsendete gleich zwei Mitarbeiter im Außendienst um die fabelhaften Anstecker zum
„Neueibauer Bierumzug“ für den Spottpreis von 1€ feil zu bieten. Abnehmer fanden sie glaub
ich keine, aber einen Versuch war es trotzdem wert.
Auch der Stadionwirt darf sich jetzt darüber freuen, dass er bei den restlichen Heimspielen
der Saison Urlaub machen kann.
Das Duell der fast sicher Abgestiegenen gegen die fast sicher Aufgestiegenen brachte nach
zwanzig Minuten den Stand von 0-5. Danach zeigten sich die Schiebocker gnädig.
Endstand war 1-7.
Am Wochenende fanden noch zwanzig Fans den Weg nach Lommatzsch. Nicht ganz so schön wie
Neueibau, aber der Raps blühte prächtig.
Zwei Tage zuvor war „Männertag“, was man dann auch am Geschehen auf dem Platz erkennen
konnte. Nicht zuletzt das Schiedsrichtergespann zeigte eindrucksvoll: Mit Restalkohol ist
nicht zu spaßen!
Wenn man sich das jährliche Treiben zu Christi Himmelfahrt anschaut, kommt die Frage auf,
ob Jesus auf seiner Reise nach oben auch so am Kotzen war, wie es die Leute heutzutage sind.
In diesem Fall wüssten wir aber wenigstens wie Hoyerswerda entstanden ist.
Das Spiel war nicht sonderlich schön anzusehen, einzig das Ergebnis erfreute den
Auswärtsmob. Für die Stimmung sorgte der Schiedsrichter. Es gab sogar Lommatzscher Anhänger
die ihm noch während des Spiels dafür danken wollten.
Er selbst war gegen Ende selbst ziemlich entnervt, krönte den Schlusspfiff dennoch mit
einem Paukenschlag: Freistoss für den LSV, inklusive Gelb- Rot für Bäcker- keiner wusste
warum.
Tor für den LSV zum 2-2. Wird aber nicht gegeben- keiner wusste warum.
Ist aber auch egal, denn Bischofswerda hat gewonnen.
Nach dem Spiel suchte die Lommatzscher Jugend noch Anschluss.
Zwei Typen, einer die Vorsängerin im Mädchenchor, der andere der Neffe des Bürgermeisters,
erzählten uns von den Problemen die das Leben eines Jugendlichen so mit sich bringt und
davon wie es ist ganz allein zu sein.
Viel verstanden haben wir aber nicht, begründet in der Tatsache, dass auch verbale
Kommunikation geübt sein will.
Beim nächsten Heimspiel gegen Königswartha können die Schiebocker den Aufstieg perfekt
machen.
In diesem Sinne: Holt den Vorschlaghammer!
Danke und Tschüß,
Gruppenpsychologe Claus
24.05.04
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