Schiebocker in Markkleeberg
Alles hat ein Ende...und so auch die Sommerpause. Am 1. Spieltag wiederfuhr uns die große Ehre
unsere Elf zum Aufsteiger aus Markkleeberg zu begleiten. Man sagt ja immer der Pokal hätte seine
eigenen Gesetze und nie gäbe es eine bessere Chance einen Favoriten zu besiegen, auch als "kleiner
Verein". Das ist allerdings ist nicht ganz richtig, denn aus meiner, zugegeben subjektiven Sicht,
bietet sich für so ein Unterfangen nichts besser an als der erste Spieltag. So stellte sich zumindest
bei mir ein gemischtes Gefühl ein. Ganze vier Fans machten sich auf den Weg, was hier durch
namentliche Nennung geehrt werden soll: Jan von den "Komas", welcher sich als Chauffeur zur Verfügung
stellte, spezieller Dank dafür, Anja (ich weiß, die Dame eigentlich zuerst), Dancer und natürlich ich,
die wahre Reinkarnation des Daleih Lama (schreibt man das so?),der Claus.
Eines vorweg- es sollte sich lohnen, trotz Niederlage. Eine Stunde vor Spielbeginn waren wir da
und hatten so genug Zeit uns zu langweilen und Theorien aufzustellen, ob die Mittgliedschaft in der
doch recht mäßigen Cheerleader- Truppe, in einer so beschaulichen Stadt wie sie Markkleeberg ist,
nicht dauerhaft zur gesellschaftlichen Ausgrenzung führen kann. Pünktlich zum Anpfiff komplettierte
Glocke, seines Zeichens verletzter Stammtormann des BFV, unseren imposanten Auswärtsmob.
Fünf Minuten brauchte es um klar zu werden, dass ein Saisoneröffnungsbier an diesem Tag nicht reichen
würde. Bis zur 45sten stand es 3:0 für den Gastgeber und Bischofswerda war nur noch zu Zehnt.
Zum Pausenpfiff machte der diesjährige Torschützenkönig (30 Tore mindestens!) T. Latkolik,
doch noch eine Kiste für Schiebock und ließ wieder ein wenig Hoffnung aufkeimen, die sich in der
zweiten Hälfte jedoch sehr schnell in Luft auflöste. Alkohol macht ja bekanntlich Gleichgültig,
demzufolge warteten wir in blauen Dunst gehüllt nur noch auf das bittere Ende. Bis zur 75. Spielminute
die uns für dieses Spiel, und alle folgenden Niederlagen entschädigt hat und entschädigen wird.
Hagen Fritzsche
ein Ball
die Mittellinie
ein gutgläubiger Torwart
das perfekte Tor!
Wie gesagt änderte das nichts am dreifachen Punktverlust, was uns in dem Moment aber schon ein wenig
egal war. Nach dem Spiel bettelte ich noch um Audienz beim ortsansäßigen Fanclub, die sich auch als ganz
lustige Zeitgenossen entpuppten und mir noch zum erwerb einer Anstecknadel verhalfen.
Hier findet der Bericht sein Ende und ich hoffe das in Görlitz paar Leute mehr am Start sind.
claus
14.08.02
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