Ein Brot kann helfen ...
Yeahh - ich hab endlich Semesterferien. Nachdem der Markkleebergausflug noch meinen
Prüfungen zum Opfer gefallen war konnte ich jetzt wenigstens mit nach Görlitz.
Nachdem ich den Abend zuvor jedoch bei Jule's Grillparty nur knapp daran gescheitert
war einen Kasten Freiberger alleine klar zu machen, taumelte ich kurz vor zwölf
am Sonntag zum Schiebocker Bahnhof (gut, dass wir am Vortag nochmal alles so gut
besprochen hatten ...). Dort warteten schon der Dancer und Claus und wollten mich
sofort zur ersten Hülse überreden. Schon hatte ich den Entschluss gefasst, angesichts
meines erbärmlichen Zustandes sowie der tropischen Temperaturen mich heute auf Cola
zu konzentrieren. Schon bald trudelten auch Anja, Sven sowie drei Komas ein, so dass
unser Zugfahrermob schliesslich auf 8 Leute anstieg. Also nix wie in die RB Richtung
Osten. Lustig wie immer ... Claus erzählte von Dynamo, Ritscher vom Badfest in Wumpe,
Sven sagte nicht viel - trank dafür um so mehr und ich ... ach egal. Kurz nach 13 uhr
dann Görlitz. Nach Rast im Bahnhofsimbiss gings Richtung Stadion. Schon Wochen vorher
hatte uns der ortskundige Dancer vor dem mörderischen Weg vom Bahnhof zum Görlitzer Ground mit
dem seltsamen Namen "Junge Welt" gewarnt und ich muss sagen er hatte mächtig untertrieben.
Bei ca. 45 Grad im Schatten und schwer bepackt war ich einige Male kurz davor grundlos
irgendjemand eine in die Fresse zu hauen ... aber ich bin ja ein ganz lieber ...
so liessen wir ein Auto voller Narren, einen angeblich giftigen Knallerbsenstrauch sowie
hunderte "Sofas" hinter uns und erreichten schliesslich mit letzter Kraft das Stadion.
Dort wurde sofort die herrlich Steiltribüne besetzt und die letzten Details unserer
Choreo besprochen. Schließlich trafen auch noch "die Treuen", ein paar Spielerangehörige
sowie Tine (wie es sich für einen richtigen Groupie gehört natürlich im Mannschaftsbus
angereist) ein, so das der Schiebocker Auswärtsmob wiedereinmal gefährlich die Zwanzigermarke
kratzte. Nach der Hagen-Fritzsche-Fussballgott-Choreo zu Beginn liessen wir es
dann ruhig angehen. Das recht gute Spiel unserer Mannschaft zwang uns dann aber regelrecht
das Team zu supporten. Prompt dann auch die Führung durch "Latte" - und wir forderten den
Abpfiff. Zur Halbzeit forderte die Hitze dann ihre ersten Opfer. Claus wollte wie immer
sterben und selbst der Dancer stieg auf alkoholfrei um. Nachdem ich meinen dritten Becher
koffeinhaltige Limonade innerhalb einer Stunde geleert hatte wagte ich in der Halbzeit
einen Rundgang durch den Görlitzer Fussballtempel. Mit über 600 Zuschauern war das
Spiel übrigens recht gut besucht, Stimmung war aber trotzdem gleich Null ... ansonsten
einige leichtbekleidete Chicks, und die erwarteten erlebnisorientierten Jugendlichen, die
mir zwar recht finstere Blicke zuwarfen, aber angesichts der Temperaturen anscheinend keine
Lust auf ein Match hatten (*G*). Zweite Halbzeit. Unser Team hat Konditionsprobleme, Spiel
auf ein Tor und das bei meinem schwachen Herz. Caspi im Tor verzaubert uns mit einigen
Glanzparaden genauso wie "Ziege" mit seine Fouls. Wir konzentrieren uns auf vereinzelte
Wortgefecht mit einigen Schlesiern, die dem Wort Handspiel eine völlig neue Bedeutung geben und
diskutieren die Leistung unseres ganz speziellen Lieblings Thomas Schmuck. Kurz vor Schluss
dann fast Herzkasper als mein Ex-Held Lars Maschner frei vor dem Tor auftaucht, jedoch den Ball
verspringen lässt. Dann endlich Abfiff nach endloser Nachspielzeit. Nach langer Zeit endlich
wieder eine Laola mit der Mannschaft - das entschädigt für vieles. Auch für die endlose
Heimreise. Wenigstens kam jemand auf die Idee diesmal die Strassenbahn in Richtung Bahnhof
zu nehmen. Dort verzückte mich dann noch die lesende Göttin in der Wartehalle (Antigone ich träum von dir !) ehe ich beim Anblick einiger einheimischer Mutanten Theorien über helfende Brote
aufstellte. Schliessich rückte dann auch noch einige Hoyerswerdaer an, die sich auf dem Rückweg
aus Neugersdorf befanden. Claus musste all seine Kraft aufwenden um mich davon abzuhalten sofort
die Fäuste zu schwingen. Da einige von den Typen jedoch Röcke trugen liess ich mich überreden
die Sache auf nächstenn Freitag zu verschieben. Wenigstens fuhr dann ein Regionalexpress in
Richtung BIW. Bei der Ankunft in Schiebock machten einige Komas ihrem Namen alle Ehre. Die Beiden
wanderten wahrscheinlich so tief im Traumzauberwald, dass sie nur mit Mühe zum Aussteigen überredet
werden konnten (ich sag nur - nächster Halt Radeberg). Insgesamt ein recht lustiger und vor allem
erfolgreicher Ausflug - wenn auch etwas anstrengend. Bei mir persönlich gingen schon kurz nach
dem abendlichen TV-Duell sämtliche Lichter aus. Respekt (respect yourself, respect the funk, respeckt the ladies !) an alle Experten, die am Start waren. Machen wir mal wieder !
26.08.02
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