" Wie wir auszogen die Eiche zu fällen" oder "Der tragische Verlust eines Freundes"

So standen sie da, die verwegenen 12. Zur Mottofahrt "Hut ab!" traf man sich Sonntag am Bahnhof um gen Chemnitz zu starten. Hut auf wäre der passendere Name gewesen, denn so war es ja! Meine persönlichen Favoriten waren dabei die Bart Simpson Maske von Becker, oder Bäcker? wer weiß das schon genau? und Franks exzentrische Kopfbedeckung des KGB, der Marke: Mütze; Winter; grün. Zug zuspät, Zug geentert, leeres Abteil rechts liegen gelassen und durchmarschiert bis zum anderen Ende, für die Show versteht sich. Dort saß dann auch Klatschi, doch der war dienstlich unterwegs und das um diese Zeit. Scharping hätte sich gefreut bei diesem Anblick, aber der fährt ja kein Zug. Die letzte Nacht war allen noch anzumerken, herrschte doch arge Zurückhaltung, waren entweder noch sehr müde oder eben noch halb betrunken und müde. Das hielt einige trotzdem nicht ab den Tag mit Blechsemmeln zu beginnen, gut so. In Dresden noch drei der Treuen aufgegabelt und ohne Ereignisse nach Karl- Marx- Stadt getingelt, außer das der mitreisende Minifußball eine Geiselnahme durch eine genervte und doch schwer verwirrte, junge Frau durchmachen mußte. Die psychologisch diplomierten A- Jugend Helden setzten aber ihr ganzen Überredungskünste ein, immer nach der Devise "Hauptsache unfreundlich" und holten das gute Stück Heim. Am Zielort. Zu Fuß, per Bus und Straba legten wir den nicht unbeträchtlichen Weg nach Reichenbrand zurück und machten mit unseren Hüten und Mützen schwer Messe. Alle Augen auf uns gerichtet, wie bei einer Delegation peruanischer Elvis- Imitatoren. Das Stadion war sehr Beschaulich, eine überdachte Tribüne, genau richtig für Landesliga. Der Platz erinnerte mit seinen Dellen allerdings eher an die schottischen Highlands, überhaupt war er in seinen Ausmaßen doch sehr knapp gehalten. Zum Spiel will ich nichts sagen, ich weigere mich sozusagen. JEDESMAL DAS GLEICHE!!! Die Stimmung war anfangs ganz gut und erreichte beim Führungstreffer eine enorme Lautstärke, kam mir zumindest so vor. Danach ließ uns die Spannung und Verzweiflung mehr oder minder verstummen. Nach dem Desaster, anders kann man es nicht bezeichnen wenn der BFV bei Eiche Reichenbrand verliert, war wenigstens die ganze Mannschaft bei uns, um sich für die Unterstützung zu bedanken. Ein paar Leute dekorierten dann noch das Spielfeld und andere unterhielten sich mit dem Trainer über die Situation. Halbe Stunde auf den Bus warten. Bart erheiterte dabei die vorüberziehenden Verkehrsteilnehmer und als eine amüsierte, doch recht hübsche Frau an der Ampel halten mußte, nahm Simpsons ältester die Verfolgung auf. Fast hätte er es geschafft den zukünftigen Grund seiner schlaflosen Nächte einzuholen, die verkehrsregulierende Wechsellichtanlage war aber dagegen und mit Kickstart verschwand sie aus dem Leben des gelben Jünglings. Übrigens wurde jeder männliche Passant der winkte, lautstark als Schwuchtel bezeichnet, nicht die feine englische, wohl aber Springfielder, Art. Am Bahnhof 3/4 Stunde warten. Alles verlief normal in den frühen Abendstunden. Man genoß Kulinarisches spielte Fußball und wartete eben, während andere die letzten, eigentlich gerade gekauften, Biervorräte vernichteten. Das Unheilvolle nimmt seinen Lauf. Zug fährt ein, schallte es aus den Lautsprechern und einige sahen jetzt das der Tag tragisch werden sollte. Man erkannte die erschrockene Anspannung in einigen Gesichtern, doch man war stumm vor Entsetzen das uns heimsuchen sollte. Warum? Warum nur? Der Dancer hatte den Ball in der Hand, Bori hielt seinen Oktoberfesthut hin. Die Idee war gut, doch weder der Dancer, noch der Hut bereit! Was passierte ist wohl jedem klar. Wir nehmen in großer Trauer und Anteilnahme Abschied. Wir werden dich nie vergessen! Das Leben muß weitergehen und so verlebten wir noch eine Stimmungsvolle Rückfahrt.

Andre K.


der "Bart" aka F.B.




Einmarsch




Halbzeitshow




Verwüstungen (angeblich sogar Grund einer Geldstrafe *G*)




Beutekunst




Abmarsch



21.10.01


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