Auswärtsspiel bei Anhalt Dessau


SCHEISS STRASSENBAHN

Was machen zwei Taugenichtse (Andre K. und ich) an einem schönen September-Sonnabend ?
Natürlich dem BFV nach Dessau folgen. Jo früh um 7 gings los und wir waren natürlich top-fit.
Also eine eine endlos lange Wochenend-Ticket-Fahrt quer durchs Land. Via Dresden Zwischenstop
in Leipzig. Dort bricht gerade der versammelte VfB-Tross gen Halle auf. Da Schiebocker
natürlich überall auffallen quatscht uns natürlich so ein Typ an, der sich als Sachsen (Chemie)-Fan
outet aber trotzdem mit den "Lok-Fans" abhängt. Naja man kann sich ja mal anhören was er will.
Auf jeden Fall erzählt uns der Typ neben seinen kompletten Lebenslauf auch von einer
Auswärtsfahrt ins schöne Bischofswerda im Jahre 1985 (oder so ähnlich). Am besten hatte
ihm übrigens eine Kneipe gefallen in der er damals gezecht hatte und wir mußten ihm nach
seiner Beschreibung erzählen ob es die noch gibt...bla...bla...
OK weiter über Halle bis nach Dessau. Diese sachsen-anhaltinische Großstadt zeigt sich
uns zuerst von ihrer familiären Seite mit einem tollen Bahnhofsfest. Supi. Doch wo ist das
Stadion ? Nachdem uns die sehr professionelle Dame von der Touri-Info nicht weiterhelfen konnte
setzten wir uns einfach in eine Staßenbahn und rächten uns mit einer Schwarzfahrt.
Das Dessau so endlos groß ist, hat uns echt umgehauen und nach einem halbstündigen Fuß-
marsch ereichten wir doch noch das für Oberligaverhältnisse recht imposante Stadion. Leider
zu spät - das Spiel lief schon 15 Minuten. Unsere Erwartungen (nach dem 6:1 gegen Cottbus sehr
hoch) wurden schon in der ersten Halbzeit enttäuscht. 0:2 und Gelb-Rot für Novak. Mhh - aber
die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber unsere Schiebocker schienen sich an diesem Tag in Sachsen-
Anhalt auch nicht wohl zu fühlen und schafften die Wende nicht mehr. Nach einer voll peinlichen
Halbzeitshow mit allen Dessauer Jugendmannschaften mußten wir uns dann sogar Schmährufen
von heimischen Kiddies anhören (Bsp.: "Bischofswerda - wir haben für euch: Hass, Hass, Hass" -
wie orginell - klingt ja wie ein Song von Rammstein). Und genau diese verpeilten Typen nageln uns
dann nach Spielende auch noch ein Gespräch ans Knie und erzählen uns wie sie in Nordhausen
"auf die Fresse gekriegt haben" - na toll Jungs da könnt ihr echt stolz sein.


frustrierter Fußballfan ( Andre ) nach dem Spiel

Auf nach Hause also. Nachdem wir dann noch feststellten das die Dessauer Straßenbahnen
nur aller 2 Stunden fahren und nicht an allen Haltestellen anhalten und das die Rentner
in dieser Stadt in permanenter Angst vor Raubüberfällen leben saßen wir endlich in unserem
Zug und genossen die 6 Stunden Fahrt.

Fazit: Außer Spesen fast nichts gewesen - naja war trotzdem cool.
Mathias E.


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